ERKLÄRTES ZIEL - Lebendige Altstadt
Es wird rundum geplant, häufig erst dann diskutiert oder verschoben, nicht gebaut, dann doch gebaut. Und das nicht nur in den jeweiligen Stadtteilen, sondern ebenso in der unter dem Schutz des UNESCO-Welterbes stehenden Altstadt. Wir sprechen von einer Fläche von rund 237 Hektar mit rund 1500 Gebäuden, 1/3 davon unter Denkmalschutz.
Vielfach entstehen dabei Konflikte, aus den verschiedensten Gründen. Problemfelder sind der Leerstand, unbezahlbarer Wohnraum, Agenden des Altstadtschutzes und des Welterbes. Das dichte Nebeneinander von unterschiedlichen Nutzungen braucht eine kluge, ja gerechte Abwägung zwischen störenden, beeinträchtigenden und kommerziellen Einrichtungen und das Bewusstsein der Verantwortung wegen überbordender Nutzung der Straßenflächen durch den Individualverkehr sowie notwendige Maßnahmen, die dem Klimaschutz gelten. Also: Eine Querschnittmaterie, wie Experten dies gerne benennen.
Aktuell richtet sich der Blick besonders auf den Umbau des gesamten Festspielbezirks. Einer Großbaustelle mitten in der historischen Altstadt: Der dringend notwendige Umbau und Ausbau des Festspielbezirks ist unumgänglich, eine Generalsanierung des Großen Festspielhauses unvermeidlich. Erinnerlich das Konzert im Sommer 2018, in dem es kurz vor der Pause bei einem Platzregen in Strömen in das Festspielhaus hineinregnete – eine der vorderen Reihen war triefend nass. Nach der Pause spielte Pianist Grigori Sokolow die „Regentropfen-Prélude“ von Frédéric Chopin, wohl als Reaktion darauf. Ungeachtet der genannten Kalamitäten rund um die Finanzen und die Frage der Intendanz ist eine sachliche Auseinandersetzung und Einordnung mehr denn je angebracht.
Der Stadtverein beleuchtet in diesem Magazin vorerst die unterschiedlichen Themen rund um die Altstadt. In den nächsten Jahren wollen wir unser Augenmerk auf die Weiterentwicklung der Altstadt konzentrieren. Es gilt, Probleme aufzuzeigen, Lösungsansätze zu finden und im besten Falle gemeinsam mit den Entscheidungsträgern umzusetzen.
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